Gutspark Benneckenbeck

… vergessener Garten am Alten Turm

 Das Gut Benneckenbeck hat seinen Ursprung in einem mittelalterlichen Rittersitz. Durch spätere Erbteilung entstanden drei (Teil-) Güter – ein Umstand, welcher offenbar zu Verwechselungen bei späteren Forschungen zur Baugeschichte und zur Besitzerfolge führte (zumindest findet man in der jüngeren Literatur einige widersprüchliche Angaben dazu). Die geschichtliche Bedeutung veranschaulicht vor allem der Alte Turm, ein Wohnturm aus dem 16. Jahrhundert (dat. 1594), welcher einen besonderen Akzent im späteren Gutspark setzte. Lange Zeit Besitz der Familie Alemann kam dieses Gut 1888 (nach anderen Angaben erst 1902) an die Familie Köhne. Die Großgrundbesitzer Köhne besaßen u.a. im nahen Lemsdorf einen großen Hof mit prächtiger Villa und waren auch mit der Familie Böckelmann im benachbarten Ottersleben verbunden, mit welcher man 1835 bis 1875 die Zuckerfabrik Gebrüder Köhne & Böckelmann betrieben hatte.

Der kleine Park (eigentlich ein Gutsgarten) am älteren Herrenhaus dürfte seine Ausgestaltung während des späten 19. Jahrhunderts erhalten haben (vielleicht in zeitlicher Nähe zum Amtsgarten Klein-Ottersleben). Das verzweigte Wegenetz ist heute kaum noch zu erkennen, ein durch Stau des Eulengrabens geschaffener kleiner Teich inzwischen verlandet. Einige stattliche Altbäume zeugen noch von der früheren Gartengestaltung, doch ungezügelter Gehölzaufwuchs hat die frühere Raumwirkung und die Sichtbeziehung zum Alten Turm sehr beeinträchtigt. Auf Grund dieses Zustandes, aber auch wegen Grundbesitzstruktur und baulicher Rahmenbedingungen ist der Gutspark Benneckenbeck für den Besucher gegenwärtig nicht erreichbar.

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