1863-2013: das aufgeschobene Jubiläum

Gründung der städtischen Gartenverwaltung Magdeburg vor 150 Jahren

Schaffung und Pflege öffentlichen Grüns zählen seit der Etablierung moderner Selbstverwaltung der Städte und Gemeinden zu deren Aufgaben. Einige Kommunen stellten dafür bereits im 18. Jahrhundert Gärtner an, andere partizipierten als Residenzstädte von dem Hofgärtner-Stab des ortsansässigen Fürsten. In Magdeburg übertrug die preußische Regierung im Jahr 1808 die Verantwortung für den Erhalt der Baumpflanzungen auf dem Domplatz und auf dem Fürstenwall an die Stadt. Mehrfach wechselten die Gärtner, welche zum vertraglich vereinbarten Festpreis die Bäume zu pflegen hatten, bis ab 1816 ein erster Gärtner dauerhaft in städtischen Dienst genommen wurde. Dieser war hauptsächlich für den Herrenkrug verantwortlich und stand unter Aufsicht einer speziellen Kommission sowie der Bauverwaltung. In der Folgezeit wurden auch für den Klosterbergegarten und den Vogelgesang Gärtner angestellt.

Eine wesentliche Änderung trat mit der Einstellung des Garteninspektors Paul Niemeyer ab 1863 ein. Weiterlesen