Frühlingsfest im Herrenkrugpark bei Vitopia

Wir feiern den Frühling und laden herzlich dazu ein! Am Dienstag, den 1. Mai 2018 ab 14 Uhr auf dem Gelände der Vitopia eG im Herrenkrug in Magdeburg. Euch erwarten entspannte, genussvolle Momente, Führungen und Geschichten über das Gelände des ehemaligen Gärtnerhauses, Lastenradtouren durch den Park, Kinderschminken und natürlich leckerer selbstgebackener Kuchen und fairer Kaffee… Und um 15:30 ein Konzert mit Marc Roca & Friends.
Die Veranstaltung wird freundlicherweise unterstützt durch die Städtischen Werke Magdeburg und die Volksbank Magdeburg eG. Um einen freiwilligen Kulturbeitrag wird gebeten. Wir freuen uns auf euch!

Der Amazonas an der Elbe

Kamingespräch bei Vitopia über die Erdölförderung im Amazonasgebiet

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Maria Faber (Diözesanreferentin) überreicht Friederike Peters einen fairen Nikolaus der Bischöflichen Aktion Adveniat.

Besuch direkt aus dem Amazonasgebiet war am Freitag im Café Verde im Herrenkrug. Auf Einladung von Maria Faber (Diözesanreferentin im Bistum Magdeburg) und Joris Spindler (Botschafter der Erd-Charta Initiative) war Friederike Peters zu Gast. Sie arbeitet, seit über 20 Jahren als Gemeindereferentin und Entwicklungssoziologin im Gebiet des Rio Napo im Nordosten von Ecuador mit der indigenen Bevölkerung und berichtet wie sich Öldurst und Gewinnstreben auf die Region auswirken.

Der Napo ist ein Zufluss des Amazonas und hat schon auf dem Gebiet von Ecuador eine Breite von 2 km. Auch sonst hat der Fluss beeindruckende Dimensionen, der Amazonas ist der Fluss mit dem größten Wassereinzugsgebiet weltweit. Der Regenwald im Amazonasbecken produziert ein Viertel des gesamten Sauerstoffs weltweit.

Das Erdöl bestimmt das Leben der „Naporuna“ – der „Menschen vom Napo“, wie sie sich selbst nennen. Hier lagern die größten nationalen und oberflächennahen Erdölvorkommen. Der Staat vergibt immer wieder neue Förderlizenzen an internationale Erdölfirmen, die das dort gewonnene Öl weiter nach Nordamerika transportieren.

Erölraffinerie mitten im Regenwald am Rio Napo, einem Zufluss des Amazonas.

Die indigenen Gemeinschaften kämpfen um ein Mitspracherecht und um Entschädigungen – denn das Land, auf dem sie leben, gehört ihnen. Die Ressourcen im Boden hingegen gehören dem Staat. Um Mitspracherechte zu umgehen verlangt jetzt die Regierung einen Nachweis von der indigenen Bevölkerung, dass sie Indigene seien. Ohne diesen, nicht zu erbringenden Nachweis, sind sie recht- und landlos. Es fehlt aber mit dem Verlust des Lebensraumes eine dauerhafte Perspektive für die Menschen. Oft seien die verabredeten Entschädigungspreise pro Hektar lächerlich niedrig gewesen, erzählt Friederike Peters. In vielen Fällen hätten die Firmen den Indigenen juristisch ausgefeilte Verträge vorgelegt, deren Tragweite und Fallstricke keiner so recht abzusehen vermochte. Die Einwohner werden zunehmend abhängig von der Erdölindustrie, sinkt der Weltmarktpreis für Erdölkündigen die Ölfirmen und deren Subunternehmer viele Jobs, oftmals bleiben sie den Arbeitern Löhne und den Gemeinden vereinbarte Gelder schuldig.

Das Erdöl ist relativ fest und damit schwer abbaubar. In den letzten Jahren wurden neue Fördertechniken entwickelt, mit denen das Öl gewonnen werden kann. Das  zähflüssige Erdöl wird mit Hilfe des 80 Grad heißen und salzigen Thermalwasser an die Oberfläche befördert, welches in einer Blase unterhalb des Erdölfeldes liegt.

Die Erdölförderanlagen sowie die Raffinerien zur Weiterverarbeitung entstehen an einem sehr sensiblen Ort. Mögliche Ölunfälle haben katastrophale Folgen, die Verschmutzung des Rio Napo mit dem salzhaltigen Thermalwasser hätte für das dortige Süßwasserökosystem weitreichende Folgen.

Die Erd-Charta nimmt in den Blick, dass für die Bewahrung der Umwelt auch soziale sowie wirtschaftliche Gerechtigkeit gewahrt werden muss, die Gemeinschaft des Lebens muss respektiert werden und Frieden und Demokratie sichergestellt werden. Friederike Peters arbeitet direkt mit den indigenen Gemeinschaften dort und leistet die notwendige Öffentlichkeitsarbeit und Rechtsberatung. Diese Hilfe vor Ort wird mit Unterstützung von Adveniat gewährleistet.

„Lebendigkeit in Räumen der Veränderung“ – Malerei und Grafik von Monne Lentz / Wethen

Im Café Verde im Herrenkrug eröffnete die Künstlerin Monne Lentz am 07. November 2015 ihre erste Einzelausstellung. Zu sehen sind ca. 30 abstrakte Ölbilder und Grafiken in unterschiedlichsten Formaten und Maltechniken.

Blaue Bumen an einem Sommertag  Künstlerin: Monne Lentz

Blaue Bumen an einem Sommertag
Künstlerin: Monne Lentz

Zum Titel der Ausstellung verriet die Künstlerin den anwesenden Gästen, das dieser sich sowohl auf die Bilder als auch auf den Ausstellungsort bezieht. Das heutige Cafe befindet sich in einer ehemaligen Gärtnerei an der Elbe und ist so selbst schon ein sehr veränderter Raum. Die Bilder hängen bei dieser Ausstellung also in einem Raum der Veränderung, während sie zeitgleich erahnen lassen, wie sich die Künstlerin Monne Lentz selbst durch die Malerei und die Bilder verändert hat. Die Eröffnung wurde musikalisch begleitet von Carlos Martinez von der Vitopia Gemeinschaft.

Monne Lentz und Carlos Martinez (Musik) bei der Ausstellungseröffnung im Café Verde November 2015

Monne Lentz und Carlos Martinez (Musik) bei der Ausstellungseröffnung im Café Verde

Die Techniken der Kunstwerke von Monne Lentz sind sehr unterschiedich. Manche Bilder sind mit Pinseln gemalt, oft wird die Farbe mit der Hand – ganz direkt und feinfühlig – auf das Bild aufgebracht. Ebenso unterscheidet sich das Material von Bild zu Bild: von Baumwollleinwänden über Holz und Pressspanplatten bis hin zu Pappe ist die Kunst auf vielfältigen Untergründen gestaltet. Für die Künstlerin ist die Materialauswahl absichtlich vielfältig : „Das Material ist Teil des Bildes, das auf ihm entsteht. Das macht mich selbst neugierig auf das, was entsteht. Was meinen Bildern gemeinsam ist, ist ihre Farbenpracht bei gleichzeitiger Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Bildes“. Manches Mal wird eine gerissene Leinwand einfach genäht und die Naht zum unbedingten Teil des Bildes. Andere Bilder entstehen einfach als Skizzen mit Stift und Papier.

Die Bilder können bis Ende Februar zu den regulären Öffnungszeiten des Café Verde besichtigt werden. Anmeldungen von Gruppen sind auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten möglich (Kontakt: Vitopia – 40829329 oder mail@vitopia.de ). Die Werke sind frei verkäuflich, die Ausstellung bleibt bis Ende Februar 2016.

Adresse: Café Verde/ Vitopia eG, Herrenkrug 2, 39114 Magdeburg
Öffnungszeiten: Freitags bis Sonntags von 14 bis 18 Uhr
Anfahrtsbeschreibung: http://www.vitopia.de/anreise.php

Fairnaschen im Herrenkrugpark – zweihundert Leute machen mit

md 12.06.2015 – Fair gehandelten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen mitten im Park genießen – das konnten am letzten Sonntag ca. 200 Genießer unter der Motto „FAIRnaschen im Herrenkrugpark“. Die Vitopia eG richtete gemeinsam mit dem Netzwerk FORUM:GARTEN Magdeburg die fairste Kaffeetafel Magdeburgs aus.

Die faire Kaffeetafel ist bereitet

Die faire Kaffeetafel ist bereitet

Die faire Kaffeetafel im Herrenkrugpark

Über 200 Gäste kamen zur fairen Kaffeetafel in den Herrenkrugpark

Das festliche Ambiente ermöglichte  besondere gemeinsame Begegnungen an einer ganz besonders langen Kaffeetafel.

Livemusik mit der Band Foyal, Infostände, Mitmachaktionen, ein buntes Kinderprogramm und eine Pflanzentauschbörse waren  Bestandteil des Programms. Der kostenlose Tausch von Saatgut oder Pflanzen aus dem eigenen Garten wurde ebenfalls sehr gut angenommen. Zu Gast bei der Veranstaltung waren besonders auch junge Familien aus Magdeburg und Umgebung und viele weitere interessente Menschen.

Mit der Eröffnung des Café Verde mitten im Herrenkrugpark besteht jetzt ein regelmäßiges Angebot an fairem Kaffee und handgefertigtem Kuchen. Von Freitag bis Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr ist das Cafe Verde auf dem Gelände der Vitopia eG geöffnet, direkt an der Elbe-Radbrücke im Herrenkrugpark (Anfahrtssizze hier).

Bei Interesse an der laufenden Arbeit des FORUM:GARTEN Netzwerks schicken sie doch einfach eine mail an: kontakt@forumgarten-magdeburg.de, telefonische Auskünfte sind beim Verein Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt e.V. möglich unter der Telefonnummer: 0391 – 59 34 252 oder bei der Vitopia eG – mail@vitopia.de, Tel: 0391 – 408 29329.