Magdeburg ist die Stadt mit den meisten Gartenträume-Parks in Sachsen-Anhalt

Der Herrenkrugpark wurde im Oktober 2017 als eingenständiges Gartendenkmal eingetragen bei den Gartenträume Parks. Damit ist neben dem Rotehorn-Park, dem Klosterbergegarten und dem Elbauenpark eine eigenständige Station im touristischen Netzwerk der Gartenträume. Die Stadt Magdeburg umfasst durch diese neue Zuordnung jetzt die meisten eigenständigen Gartenträume-Parks in ganz Sachsen-Anhalt. Das touristische Netzwerk ist im Jahr 2017 auf fünfzig historische Parks in ganz Sachsen-Anhalt angewachsen. Wer mehr darüber erfahren möchte kann hier schauen: „Zahl der Gartenträume Parks wächst auf fünfzig“

Das Cafe Verde eröffnet im Herrenkrugpark

Ein besonderes Cafe im Herrenkrugpark in Magdeburg ist jetzt ganz offiziell eröffnet. Besonders ist das Angebot mit weitestgehend biologisch erzeugten, regional produzierten oder fair gehandelten Produkten. Der Bau des Cafes erfolgte mit ökologischen Baumaterialien: Holz, Lehm und Schilf (zur Wäremdämmung). Besonders ist auch das das Cafe von einer Genossenschaft betrieben wird, die junge Menschen gegründet haben. Direkt an der Elbe-Radbrücke, in der alten Gärtnerei des Parks – im Café Verde – stehen jetzt von Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr die Türen offen und laden ein zum Verweilen und Genießen.

Café Verde - Eröffnung

Café Verde – offizielle Eröffnung

Ein Grußwort zur Eröffnung hielt mit über 80 Jahren Jochen Bock, der Sohn eines ehemaligen Gärtners im Herrenkrugpark. Dieser erzählte von seiner Jugend in dem Haus und brachte seiner Freude darüber Ausdruck, das die alte Gärtnerei, die über Jahre leer stand, jetzt wieder zu einem lebendigen Ort geworden ist.

Bis Anfang November 2015 kann während der Öffnungszeiten eine Fotoausstellung von Kathrin Geissler über die verschiedenen Umbauphasen des denkmalgeschützten Gebäudes mit dem Titel „Geschichte begegnet Kultur“ besichtigt werden. Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen und weitere Information sind unter www.vitopia.de zu finden.

Park(ing) Day in Magdeburg

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Umgestaltete Parkplätze mit gemütlichen Sitzgelegenheiten – Otto von Guericke Straße

md- 19.09.2015 – Am letzten Freitag fand zum ersten mal der internationale Park(ing) Day in der Stadt Magdeburg statt. Die Idee dieser internationalen Aktionsform ist es, auf den Grad der Versieglung in Innenstädten und auf den Platzverbrauch für innerstädtischen Parkraum hinzuweisen. Flächen des fließenden und ruhenden Verkehrs (Straßen und Parkplätze) nehmen einen erheblichen Teil der nicht bebauten Flächen in Innerstädten ein.

Um auf diesen Umstand hinzuweisen und darauf, das es vielfältige weitere Gestaltungsmöglichkeiten für innerstädtische Flächen gibt wurden mehrere Parkplätze am Hasselbachplatz zu Grünflächen und Orten der Begegnung umgestaltet. Wer Straßen säht, der wird Verkehr ernten, dieser Satz wird hier erweitert um die Dimension der Parkplätze. Lebenswerte Innenstädte hingegen haben viele weitere Dimensionen als sie möglichst schnell mit dem Auto durchqueren zu können. Diese weiteren Ansprüche und Flächen für andere Verkehrsteilnehmer und andere Nutzungen (z.B. Aufenthaltqualität und Erholungsnutzung) stehen aber scheinbar im Widerstreit mit dem Ziel eines möglichst staufreien (Auto-) Verkehrsflusses. Allerdings hat sich in den letzten dreißig Jahren gezeigt, das kurzfristige Verbesserungen für den Autoverkehr oft sehr zeitnah wieder wertlos sind – durch ein Anstieg der Zahl der Autos in Innenstädten. In großen Städten wie Berlin liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Autos bei 24 Kilometer pro Stunde. Hier kann ein trainierter Radfahrer oder einer mit einem e-bike gut mithalten. Voraussetzung ist natürlich, das die Infrastruktur für Radfahrer entsprechend ausgebaut ist, die Stadt soll von einer auto- hin zu einer menschengerechten Stadt umgestaltet werden. Das sind einige der Forderungen der Beteiligten des Park(ing) Days in Magdeburg. Beiteiligt an den Aktionen waren Bürger Magdeburgs, studentische Gruppen und auch der ADFC.

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Kaffeeklatsch am Hasselbachplatz

Gemütlich und kreativ können Flächen in der Stadt gestaltet werden. Der Stadtraum wird aus einer solchen Perspektive auch nochmal ganz anders erfahrbar. Ein gleichberechtiger Umgang zwischen Fussgängern, Radfahreren und Autofahreren kann auch bei einer Teilnahme am nächsten Park(ing) Day ganz anders erfahren werden. Ein spannender Bericht im lokalen Fernsehn ist in der Sendung Sachsen-Anhalt heute. Links zu weiteren Hintergründen und zur möglichen eigenen Aktivitäten sind für die bundesweiten Aktionen unter: http://www.autofrei.de/ und für den regionalen Bereich unter: https://www.facebook.com/parkingdaymagdeburg zu finden.

 

 

 

 

 

 

Faire Kaffeetafel | FORUM:GARTEN 2015

Das FORUM:GARTEN Netzwerk lädt am 07.06.2015 von 14 bis 18 Uhr zur IMG_0133fairsten Kaffeetafel Magdeburgs ein. In einem festlichen Ambiente trifft man sich nicht nur gemeinschaftlich zu einer Kaffeetafel im Herrenkrugpark. Die Gäste erwartet auch Livemusik, informative Vorträge, Mitmachaktionen, ein buntes Kinderprogramm und eine Pflanzentauschbörse.

… weiteres folgt in Kürze

 

 

 

Hölzerne Zeitzeugen in Magdeburg – 120 Jahre alte Bergulme soll gefällt werden

Mitten in der Innenstadt Magdeburgs direkt am Breiten Weg finden zur Zeit große Baumaßnahmen statt. Nach den schweren Zerstörungen der Magdeburger Innenstadt im zweiten Weltkrieg wurden in den entstanden Baulücken am Breiten Weg, der zentralen Einkaufsstraße Magdeburgs, in den 1960’er Jahren Plattenbauten errichtet. Diese sind jetzt komplett abgrissen worden, der Abriß wurde an dieser historischen Stelle von Umfangreichen Archäologischen Arbeiten begleitet und von der Entschärfung einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg. An dieser Stelle handelte es sich um insgesamt über 100 Wohnungen. Übrig sind dort neben Baugruben noch mehrere Bäume. Aktuell droht jetzt die Fällung der Bäume aufgrund der geplanten Neubebauung am Breiten Weg /Ecke Danzstraße.

SANYO DIGITAL CAMERAEiner der verbliebenen Bäume ist eine über 120 Jahre alte Bergulme. Dieser Baum hat schon die Kaiserzeit an dieser Stelle überlebt gefolgt von der Weimarer Republik und steht dort bis heute. Bergulmen können bis zu 400 Jahr alt werden, die Ulme könnte also gut noch eine Weile das Treiben in der Stadt begleiten und auch für ein gutes Stadtklima dabei sorgen.

SANYO DIGITAL CAMERADoch die Pläne der Neubebauung stehen dem aktuell entgegen, so daß ein Antrag auf Baumfällung bei der Stadt Magdeburg vorliegt. Am Samstag, 25. April 2015 fand eine Aktion statt unter der Überschrift „Hölzerne Zeitzeugen“ statt. Über 40 Magdeburger Bürger namen daran Teil und lauschten dabei live Musik der Band Foyal und der Starbridge Folk Band.

Mit bei den Initiatoren der Aktion waren Jürgen Hartmann (r.) und Giselher Quast (l.) vom „Arbeitskreis Ökologie am Dom“, die die Veranstaltung mit vorbereitet hatten (siehe Bild unten links). Das Bild daneben zeigt den Blick auf die Ulme hinter dem Bauzaun mit dem Magdeburger Dom im Hintergrund.

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Zur Erhaltung der Bergulme und auch der angrenzenden Platane in der Magdeburger Innenstadt gibt es eine Petition, die unterzeichnet werden kann (http://hoelzerne-zeitzeugen.de/?page_id=55) bei denen die Stadt Magdeburg aufgefordert wird beide Bäume als Naturdenkmal einzustufen.