Park(ing) Day in Magdeburg

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Umgestaltete Parkplätze mit gemütlichen Sitzgelegenheiten – Otto von Guericke Straße

md- 19.09.2015 – Am letzten Freitag fand zum ersten mal der internationale Park(ing) Day in der Stadt Magdeburg statt. Die Idee dieser internationalen Aktionsform ist es, auf den Grad der Versieglung in Innenstädten und auf den Platzverbrauch für innerstädtischen Parkraum hinzuweisen. Flächen des fließenden und ruhenden Verkehrs (Straßen und Parkplätze) nehmen einen erheblichen Teil der nicht bebauten Flächen in Innerstädten ein.

Um auf diesen Umstand hinzuweisen und darauf, das es vielfältige weitere Gestaltungsmöglichkeiten für innerstädtische Flächen gibt wurden mehrere Parkplätze am Hasselbachplatz zu Grünflächen und Orten der Begegnung umgestaltet. Wer Straßen säht, der wird Verkehr ernten, dieser Satz wird hier erweitert um die Dimension der Parkplätze. Lebenswerte Innenstädte hingegen haben viele weitere Dimensionen als sie möglichst schnell mit dem Auto durchqueren zu können. Diese weiteren Ansprüche und Flächen für andere Verkehrsteilnehmer und andere Nutzungen (z.B. Aufenthaltqualität und Erholungsnutzung) stehen aber scheinbar im Widerstreit mit dem Ziel eines möglichst staufreien (Auto-) Verkehrsflusses. Allerdings hat sich in den letzten dreißig Jahren gezeigt, das kurzfristige Verbesserungen für den Autoverkehr oft sehr zeitnah wieder wertlos sind – durch ein Anstieg der Zahl der Autos in Innenstädten. In großen Städten wie Berlin liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Autos bei 24 Kilometer pro Stunde. Hier kann ein trainierter Radfahrer oder einer mit einem e-bike gut mithalten. Voraussetzung ist natürlich, das die Infrastruktur für Radfahrer entsprechend ausgebaut ist, die Stadt soll von einer auto- hin zu einer menschengerechten Stadt umgestaltet werden. Das sind einige der Forderungen der Beteiligten des Park(ing) Days in Magdeburg. Beiteiligt an den Aktionen waren Bürger Magdeburgs, studentische Gruppen und auch der ADFC.

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Kaffeeklatsch am Hasselbachplatz

Gemütlich und kreativ können Flächen in der Stadt gestaltet werden. Der Stadtraum wird aus einer solchen Perspektive auch nochmal ganz anders erfahrbar. Ein gleichberechtiger Umgang zwischen Fussgängern, Radfahreren und Autofahreren kann auch bei einer Teilnahme am nächsten Park(ing) Day ganz anders erfahren werden. Ein spannender Bericht im lokalen Fernsehn ist in der Sendung Sachsen-Anhalt heute. Links zu weiteren Hintergründen und zur möglichen eigenen Aktivitäten sind für die bundesweiten Aktionen unter: http://www.autofrei.de/ und für den regionalen Bereich unter: https://www.facebook.com/parkingdaymagdeburg zu finden.

 

 

 

 

 

 

Frühes bürgerliches Engagement für das Stadtgrün

– am Beispiel der historischen Parkanlagen in Magdeburg / Bericht einer Exkursion im Rahmen des 23. Landschaftstags der Landeshauptstadt Magdeburg in den Stadtpark Rotehorn

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Michael Keller (Bildmitte mit grüner Mappe) bei der Führung durch den Rotehorn-Park Foto: Joris Spindler

Die Schaffung öffentlicher Parks und Gartenanlagen sowie deren Erhaltung und Pflege sind traditionell mit dem grundsätzlichen Anliegen verknüpft, etwas zum Nutzen der Allgemeinheit zu leisten. Neben der Aufwendung kommunaler Mittel hatten private Initiativen und Spenden in unterschiedlicher Form daran Anteil. So sind in Magdeburg als Anfänge des öffentlichen Grüns nach dem Ende der napoleonischen Besatzungszeit die Erschließung des Vogelgesangs als Erholungsanlage (ab 1815) und der Spendenfonds für die Ausgestaltung der älteren Glacis-Promenade (1820) auf bürgerschaftlichem Engagement begründet. Private Beteiligungen erfuhr außerdem auch der Herrenkrugpark. Noch heute besonders populär ist die Proklamation des in den Jahren 1824 bis 1835 entstandenen Volksgartens (Friedrich-Wilhelm-Garten, heute Klosterbergegarten) als Zeugnis gemeinwohlorientierten Handelns der Magdeburger Bürgerschaft durch seinen Gestalter, den königlich preußischen Gartendirektor Peter Joseph Lenné.

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Michael Keller (links) im historischen Pavillon auf der Marieninsel im Adolf-Mittag-See

Entwicklungen und Erkenntnisgewinne auf dem Gebiet der Medizin bewirkten eine Intensivierung und Spezifizierung der Bestrebungen für das öffentliche Grün. So prägten stadthygienische (und damit sozial orientierte) Beweggründe die Planungen zu den Stadterweiterungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die damit verbundenen Freiraumgestaltungen in grundlegender Weise. Das Erreichte, aber auch künftige Vorhaben fanden u.a. im Rahmen der 19. Versammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, welche 1894 in Magdeburg abgehalten wurde, auch nationale Beachtung. Zu dieser Zeit war der Ausbau des Stadtparks Rotehorn in vollem Gange, welcher mit einer Fläche von etwa 160 Hektar und einer Bauzeit von annähernd fünf Jahrzehnten das bedeutendste Grünprojekt der Magdeburger Stadtgeschichte repräsentiert. Neben ihrer Bestimmung als öffentlicher Erholungsraum kommt dieser Parkanlage heute auch in Bezug auf die stadtklimatischen Verhältnisse in der Elbestadt eine herausragende Stellung zu.

Im Rahmen der Exkursion anlässlich des 23. Landschaftstages wurden Spuren privater Unterstützungen bei der Herstellung des Stadtparks Rotehorn vorgestellt. Die konkreten Umstände wurden näher erläutert und an Hand dieser historischen Beispiele tatsächliche Wirkungsmöglichkeiten und notwendige Rahmenbedingungen für bürgerschaftliche Beteiligungen an der nachhaltigen Entwicklung und Sicherung des städtischen Grüns aufgezeigt.

Fairnaschen im Herrenkrugpark – zweihundert Leute machen mit

md 12.06.2015 – Fair gehandelten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen mitten im Park genießen – das konnten am letzten Sonntag ca. 200 Genießer unter der Motto „FAIRnaschen im Herrenkrugpark“. Die Vitopia eG richtete gemeinsam mit dem Netzwerk FORUM:GARTEN Magdeburg die fairste Kaffeetafel Magdeburgs aus.

Die faire Kaffeetafel ist bereitet

Die faire Kaffeetafel ist bereitet

Die faire Kaffeetafel im Herrenkrugpark

Über 200 Gäste kamen zur fairen Kaffeetafel in den Herrenkrugpark

Das festliche Ambiente ermöglichte  besondere gemeinsame Begegnungen an einer ganz besonders langen Kaffeetafel.

Livemusik mit der Band Foyal, Infostände, Mitmachaktionen, ein buntes Kinderprogramm und eine Pflanzentauschbörse waren  Bestandteil des Programms. Der kostenlose Tausch von Saatgut oder Pflanzen aus dem eigenen Garten wurde ebenfalls sehr gut angenommen. Zu Gast bei der Veranstaltung waren besonders auch junge Familien aus Magdeburg und Umgebung und viele weitere interessente Menschen.

Mit der Eröffnung des Café Verde mitten im Herrenkrugpark besteht jetzt ein regelmäßiges Angebot an fairem Kaffee und handgefertigtem Kuchen. Von Freitag bis Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr ist das Cafe Verde auf dem Gelände der Vitopia eG geöffnet, direkt an der Elbe-Radbrücke im Herrenkrugpark (Anfahrtssizze hier).

Bei Interesse an der laufenden Arbeit des FORUM:GARTEN Netzwerks schicken sie doch einfach eine mail an: kontakt@forumgarten-magdeburg.de, telefonische Auskünfte sind beim Verein Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt e.V. möglich unter der Telefonnummer: 0391 – 59 34 252 oder bei der Vitopia eG – mail@vitopia.de, Tel: 0391 – 408 29329.

Einladung zum FairNaschen im Herrenkrugpark – eine Kaffeetafel im Grünen

am 07. Juni 2015
von 14 bis 18 Uhr
auf den Wiesen neben dem Vitopia-Gelände
Herrenkrug 2 (nähe Elbe-Radbrücke)

Flyer FairNaschen

Fair gehandelten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen mitten im Park genießen – das ist „FAIRnaschen im Herrenkrugpark“. Die Vitopia eG lädt gemeinsam mit dem Netzwerk FORUM:GARTEN Magdeburg am 07.06.2015 von 14 bis 18 Uhr zur fairsten Kaffeetafel Magdeburgs ein. In einem festlichen Ambiente trifft man sich nicht nur gemeinschaftlich zu einer langen Kaffeetafel. Die Gäste erwarten auch Livemusik mit der Band Foyal, Infostände, Mitmachaktionen, ein buntes Kinderprogramm und eine Pflanzentauschbörse. Jeder, der Saatgut oder Pflanzen aus dem eigenen Garten zum kostenlosen Tauschen mitbringen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Die Veranstaltung richtet sich besonders an Familien aus Magdeburg und Umgebung aber auch an alle anderen Interessenten jeden Alters und jeder Herkunft.

Kuchen und Kaffee gibt es vor Ort, eigene Backkreationen sind aber auch gerne gesehen. Wer sich vorab einen Platz an der Kaffeetafel sichern möchte, kann dies gerne unter fairnaschen@vitopia.de oder Tel:0391/40829329 tun.

„FAIRnaschen im Herrenkrugpark“ steht unter dem Motto „Fairness“. Fairness hat viele Gesichter. Fair sein ist nicht nur gegenüber anderen Menschen möglich, sondern auch gegenüber der Natur. Allgemeines Ziel der Veranstaltung ist die Sensibilisierung für die Themen Ökologie, Nachhaltigkeit und fairen Konsum/Handel. Darüber hinaus soll die Veranstaltung nicht zuletzt durch die Auswahl des Veranstaltungsortes auf das Grün in Magdeburg aufmerksam machen und bietet eine Plattform für die Vorstellung grüner Initiativen in Magdeburg und deren Vernetzung.

Neben den Mitgliedern des FORUM:GARTEN Magdeburg (Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) e.V., Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt e.V., Vitopia eG, IkuGa Magdeburg, Gruson Kultur- und Gewächshäuser e.V., Förderverein Elbauenpark e. V. und Streuobstwiesenprojekt der KEB im Land Sachsen-Anhalt e. V.) beteiligen sich auch andere Initiativen wie Fairtrade Town Magdeburg, das einewelthaus Magdeburg (AGSA e.V.), das Willkommensnetzwerk Neu Olvenstedt und Transition Town Magdeburg an der Veranstaltung.

Kontakt und Infos:
www.forumgarten-magdeburg.de, facebook.com/fairnaschen, Email: fairnaschen@vitopia.de, Tel: 0391/40829329

Flyer FairNaschen, pdf

 

Faire Kaffeetafel | FORUM:GARTEN 2015

Das FORUM:GARTEN Netzwerk lädt am 07.06.2015 von 14 bis 18 Uhr zur IMG_0133fairsten Kaffeetafel Magdeburgs ein. In einem festlichen Ambiente trifft man sich nicht nur gemeinschaftlich zu einer Kaffeetafel im Herrenkrugpark. Die Gäste erwartet auch Livemusik, informative Vorträge, Mitmachaktionen, ein buntes Kinderprogramm und eine Pflanzentauschbörse.

… weiteres folgt in Kürze

 

 

 

Hölzerne Zeitzeugen in Magdeburg – 120 Jahre alte Bergulme soll gefällt werden

Mitten in der Innenstadt Magdeburgs direkt am Breiten Weg finden zur Zeit große Baumaßnahmen statt. Nach den schweren Zerstörungen der Magdeburger Innenstadt im zweiten Weltkrieg wurden in den entstanden Baulücken am Breiten Weg, der zentralen Einkaufsstraße Magdeburgs, in den 1960’er Jahren Plattenbauten errichtet. Diese sind jetzt komplett abgrissen worden, der Abriß wurde an dieser historischen Stelle von Umfangreichen Archäologischen Arbeiten begleitet und von der Entschärfung einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg. An dieser Stelle handelte es sich um insgesamt über 100 Wohnungen. Übrig sind dort neben Baugruben noch mehrere Bäume. Aktuell droht jetzt die Fällung der Bäume aufgrund der geplanten Neubebauung am Breiten Weg /Ecke Danzstraße.

SANYO DIGITAL CAMERAEiner der verbliebenen Bäume ist eine über 120 Jahre alte Bergulme. Dieser Baum hat schon die Kaiserzeit an dieser Stelle überlebt gefolgt von der Weimarer Republik und steht dort bis heute. Bergulmen können bis zu 400 Jahr alt werden, die Ulme könnte also gut noch eine Weile das Treiben in der Stadt begleiten und auch für ein gutes Stadtklima dabei sorgen.

SANYO DIGITAL CAMERADoch die Pläne der Neubebauung stehen dem aktuell entgegen, so daß ein Antrag auf Baumfällung bei der Stadt Magdeburg vorliegt. Am Samstag, 25. April 2015 fand eine Aktion statt unter der Überschrift „Hölzerne Zeitzeugen“ statt. Über 40 Magdeburger Bürger namen daran Teil und lauschten dabei live Musik der Band Foyal und der Starbridge Folk Band.

Mit bei den Initiatoren der Aktion waren Jürgen Hartmann (r.) und Giselher Quast (l.) vom „Arbeitskreis Ökologie am Dom“, die die Veranstaltung mit vorbereitet hatten (siehe Bild unten links). Das Bild daneben zeigt den Blick auf die Ulme hinter dem Bauzaun mit dem Magdeburger Dom im Hintergrund.

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Zur Erhaltung der Bergulme und auch der angrenzenden Platane in der Magdeburger Innenstadt gibt es eine Petition, die unterzeichnet werden kann (http://hoelzerne-zeitzeugen.de/?page_id=55) bei denen die Stadt Magdeburg aufgefordert wird beide Bäume als Naturdenkmal einzustufen.

FORUM:GARTEN auf dem Landeserntedankfest

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Stand des FORUM:GARTEN Netzwerks

Auf dem Erntedankfest im Elbauenpark am 20. Und 21. September 2014 war das FORUM:GARTEN in diesem Jahr das erste Mal mit vertreten. Initiativen und Vereine aus dem grünen Bereich der Landeshauptstadt präsentierten sich dort gemeinsam an einem Stand. Der Apfelsaft, der mit maßgeblicher Unterstützung des Streuobstwiesenprojekts der KEB vor Ort frisch hergestellt wurde, fand regen Zuspruch. Sehr oft wurde der einzigartige Geschmack angemerkt, der nicht zuletzt durch eine ausgesuchte Mischung der Apfelsorten bedingt war.

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Apfelsaftrad mit Möglichkeit zur Energieerzeugung

Der zweite Schwerpunkt des Standes war das Thema „Klimafreundliche Mobilität“. Hier konnte die Leistung eines Fahrrads im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ werden. Viele Personen testeten, das 6 Halogenbirnen mit 35 Watt – also insgesamt 195 Watt –, durch das Fahrrad in Kombination mit einen zum Dynamo umgebauten Rollentrainer, zum Leuchten gebracht werden konnten. Als Dauerleistung erbringt der Mensch ca. 100 bis 150 Watt Leistung beim Fahrradfahren. Mit einem elektrischen Hilfsantrieb als Pedelec können bis zu 250 Watt zusätzlich zur  menschlichen Kraft genutzt werden, was dem doppelten der menschlichen Dauerleistung entspricht. Ein Lastenrad mit e-Antrieb stand hierbei für die „Probefahrten“ mit einem Rollentrainer zur Verfügung. Darüber hinaus wurde über die Verfügbarkeit von Erdöl, das heute einen Großteil der Mobilität ermöglicht für Interessierte näher erläutert. Die Ressource Erdöl wird sich innerhalb der nächsten 20 Jahre deutlich verknappen, dazu kommen Probleme mit dem Klima durch die hohen CO2 Emissionen in der Atmosphäre. Fahrräder bieten für den innerstädtischen Verkehr aus zahlreichen Gründen eine ideale Alternative zum Auto.

Mitglieder von Vitopia haben aktiv bei der Fahrradaktion und der Standbetreuung mitgewirkt, der Rollentrainer wurde von mohio e.V. zur Verfügung gestellt. Zum Landeserntedankfest kommen jedes Jahr mehrere Tausend Besucher, trotz des regnerischen Wetters waren viele Zuschauer auch an unserem Stand. Die Mitglieder des Netzwerk FORUM:GARTEN waren insgesamt mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden.

Der Interkulturelle Garten Magdeburg

Der Interkulturelle Garten Magdeburg (IkuGa) gründete sich 2011 aus einer freien Initiative
verschiedener Akteure aus dem Stadtteil Neue Neustadt , zusammen mit dem KanTe e.V. und einigen Unterstützern aus den Bereichen Integrationsarbeit und Stadtentwicklung.

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Der Garten befindet sich auf einer ehemaligen Brachfläche in der Neuen Neustadt, und hat eine Fläche von 2.600 m². Im Moment wird diese von ca. 30 GärtnerInnen im Alter von 11 bis 70 Jahre in vielfältiger Art und Weise bewirtschaftet.
Allen voran ist der Garten ein Gemeinschaftsprojekt: Zusätzlich zu der gemeinsam gepflegten Fläche haben alle GärtnerInnen ihre eigenen Parzellen (Beete), die jedoch nicht strikt voneinander abgegrenzt werden. Die Gartengeräte und das Häuschen werden zusammen genutzt, so dass neben der eigentlichen Tätigkeit des Gärtners ein reger Austausch zwischen den Mitgliedern stattfinden kann. Die Entscheidungen bezüglich des Gartens werden in der Gruppe besprochen und getroffen.

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Ziel des Gartens war es, eine Plattform zu schaffen, auf der verschiedene Kulturen aber auch Generationen in den Dialog treten können. Dadurch soll sowohl ein Verständnis füreinander als auch eine gegenseitige Wertschätzung entstehen. Die gemeinsame Teilnahme am gesellschaftlichen Leben soll so zu bürgerlichem Engagement anregen.
Des Weiteren hat der Garten auch eine stadtgestalterische Wirkung auf die Neue Neustadt und bereichert diese durch belebte Brachenumnutzung. Nicht zuletzt ist es ein Bestreben, die Themen Umwelt und Natur in der Stadt präsent zu machen.
Der Interkulturelle Garten bildet heute einen Schnittpunkt zwischen Sozialem, Natur und Kultur an dem die lokale Migrationsgesellschaft immer wieder neu erfunden wird.

KanTe e.V. c/o IkuGa
Zschokkestr. 32
39104 Magdeburg
mobil: 0157-54301568
e-mail: interkultureller_garten@yahoo.de
internet: ikuga.kante-kultur.de
facebook: facebook.com/IKuGa.Magdeburg

Die Geschenke der Erde mit Kindern entdecken

JS – Zu Besuch im Herrenkrug war Ende Juni die Blaue Gruppe des Montessori Kinderhauses Magdeburg. Zwanzig Kinder zwischen 3 und 6 Jahren waren einen Vormittag im Herrenkrug zu Gast. Joris Spindler und Susanne Bürger hatten bei Vitopia eine Entdeckungsreise vorbereitet zu den Geschenken der Erde. Mitten im Herrenkrugpark konnten die Kinder zunächst viele Früchte, Blätter undErd-Charta_Kinder_1 Blüten von Pflanzen finden, dabei waren Erdbeeren, Lavendel, Pfefferminzblätter, Lindenblüten und Ringelblumen. Das ganze Jahr über stehen aber auch Sonne, Wind und Regen kostenlos zur Verfügung und werden zunehmend für die Erzeugung von regenerativen Energien durch den Menschen genutzt.
Die Kinder hatten zusammen viel Freude bei dem Besuch und speziell beim Entdecken der Geschenke der Natur. Sie stellten dabei auch fest, dass gerade das Erlebnis in der Gruppe ganz besonders war und auch die anderen Freunde und Kinder in der Kindergartengruppe, ein unbezahlbares Geschenk der Erde sind.

Die Inhalte des Besuchs wurden Erd-Charta_Kinder_2zusammengestellt aus Anregungen von Materialien des internationalen Erd-Charta Netzwerks. Das Erd-Charta Netzwerk tritt dafür ein Menschen für den achtsamen Umgang mit ihrer Umwelt zu sensibilisieren. Mehr Informationen zur Erd-Charta sind unter: www.erdcharta.de zu finden.