Meisen gegen Miniermotten

Im Magdeburger Herrenkrug gibt es an der alten Kastanienallee entlang der Breitscheidstraße viezig Nistkästen für Meisen. Sie sind seit zwei Jahren dort angebracht, der Ausgangspunkt der Aktion von Interessierten Vogelkundlern war die Idee mehr Raum für Meisen zu schaffen. Als nützlicher Nebeneffekt sollten die Miniermotten unter Kontrolle gehalten werden, die sich auf den Kastanienbäumen ausgebreitet haben.

Anfangs war nicht ganz klar wie die Nistkästen angenommen werden, beim Frühjahrsputz 2018 zeigte sich eine ausserordentlich hohe Belegung in 35 von 46 Kästen, das entspricht sechsundsiebzig Prozent. Es waren zum überwiegenden Teil Meisen, die in den Kästen nisteten, neben Sperlingen und Kleibern. Das ist ein grosser Erfolg für die Aktion.

Mindestens einmal jährlich werden die Kästen gesäubert und damit für die nächste Brutsaison vorbereitet. Diese Arbeiten werden von Freiwilligen und interessierten Vogelkundlern erledigt, die dieses Projekt mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt Sachsen-Anhalt auf den Weg gebracht haben.

 

Magdeburg ist die Stadt mit den meisten Gartenträume-Parks in Sachsen-Anhalt

Der Herrenkrugpark wurde im Oktober 2017 als eingenständiges Gartendenkmal eingetragen bei den Gartenträume Parks. Damit ist neben dem Rotehorn-Park, dem Klosterbergegarten und dem Elbauenpark eine eigenständige Station im touristischen Netzwerk der Gartenträume. Die Stadt Magdeburg umfasst durch diese neue Zuordnung jetzt die meisten eigenständigen Gartenträume-Parks in ganz Sachsen-Anhalt. Das touristische Netzwerk ist im Jahr 2017 auf fünfzig historische Parks in ganz Sachsen-Anhalt angewachsen. Wer mehr darüber erfahren möchte kann hier schauen: „Zahl der Gartenträume Parks wächst auf fünfzig“

Der Amazonas an der Elbe

Kamingespräch bei Vitopia über die Erdölförderung im Amazonasgebiet

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Maria Faber (Diözesanreferentin) überreicht Friederike Peters einen fairen Nikolaus der Bischöflichen Aktion Adveniat.

Besuch direkt aus dem Amazonasgebiet war am Freitag im Café Verde im Herrenkrug. Auf Einladung von Maria Faber (Diözesanreferentin im Bistum Magdeburg) und Joris Spindler (Botschafter der Erd-Charta Initiative) war Friederike Peters zu Gast. Sie arbeitet, seit über 20 Jahren als Gemeindereferentin und Entwicklungssoziologin im Gebiet des Rio Napo im Nordosten von Ecuador mit der indigenen Bevölkerung und berichtet wie sich Öldurst und Gewinnstreben auf die Region auswirken.

Der Napo ist ein Zufluss des Amazonas und hat schon auf dem Gebiet von Ecuador eine Breite von 2 km. Auch sonst hat der Fluss beeindruckende Dimensionen, der Amazonas ist der Fluss mit dem größten Wassereinzugsgebiet weltweit. Der Regenwald im Amazonasbecken produziert ein Viertel des gesamten Sauerstoffs weltweit.

Das Erdöl bestimmt das Leben der „Naporuna“ – der „Menschen vom Napo“, wie sie sich selbst nennen. Hier lagern die größten nationalen und oberflächennahen Erdölvorkommen. Der Staat vergibt immer wieder neue Förderlizenzen an internationale Erdölfirmen, die das dort gewonnene Öl weiter nach Nordamerika transportieren.

Erölraffinerie mitten im Regenwald am Rio Napo, einem Zufluss des Amazonas.

Die indigenen Gemeinschaften kämpfen um ein Mitspracherecht und um Entschädigungen – denn das Land, auf dem sie leben, gehört ihnen. Die Ressourcen im Boden hingegen gehören dem Staat. Um Mitspracherechte zu umgehen verlangt jetzt die Regierung einen Nachweis von der indigenen Bevölkerung, dass sie Indigene seien. Ohne diesen, nicht zu erbringenden Nachweis, sind sie recht- und landlos. Es fehlt aber mit dem Verlust des Lebensraumes eine dauerhafte Perspektive für die Menschen. Oft seien die verabredeten Entschädigungspreise pro Hektar lächerlich niedrig gewesen, erzählt Friederike Peters. In vielen Fällen hätten die Firmen den Indigenen juristisch ausgefeilte Verträge vorgelegt, deren Tragweite und Fallstricke keiner so recht abzusehen vermochte. Die Einwohner werden zunehmend abhängig von der Erdölindustrie, sinkt der Weltmarktpreis für Erdölkündigen die Ölfirmen und deren Subunternehmer viele Jobs, oftmals bleiben sie den Arbeitern Löhne und den Gemeinden vereinbarte Gelder schuldig.

Das Erdöl ist relativ fest und damit schwer abbaubar. In den letzten Jahren wurden neue Fördertechniken entwickelt, mit denen das Öl gewonnen werden kann. Das  zähflüssige Erdöl wird mit Hilfe des 80 Grad heißen und salzigen Thermalwasser an die Oberfläche befördert, welches in einer Blase unterhalb des Erdölfeldes liegt.

Die Erdölförderanlagen sowie die Raffinerien zur Weiterverarbeitung entstehen an einem sehr sensiblen Ort. Mögliche Ölunfälle haben katastrophale Folgen, die Verschmutzung des Rio Napo mit dem salzhaltigen Thermalwasser hätte für das dortige Süßwasserökosystem weitreichende Folgen.

Die Erd-Charta nimmt in den Blick, dass für die Bewahrung der Umwelt auch soziale sowie wirtschaftliche Gerechtigkeit gewahrt werden muss, die Gemeinschaft des Lebens muss respektiert werden und Frieden und Demokratie sichergestellt werden. Friederike Peters arbeitet direkt mit den indigenen Gemeinschaften dort und leistet die notwendige Öffentlichkeitsarbeit und Rechtsberatung. Diese Hilfe vor Ort wird mit Unterstützung von Adveniat gewährleistet.

Naturverbundenheit im Herrenkrugpark – Das Café Verde zeigt eine neue Ausstellung, feiert seinen ersten Geburtstag und den ersten internationalen Erd-Charta Tag

Die Ausstellung „Naturverbundenheit“ der Magdeburger Malerin Uta Wunder wurde Anfang Juli im Café Verde im Magdeburger Herrenkrugpark Plakat Ausst.Wunder-Seite001eröffnet. Gemeinsam mit der Vernissage wurde der erste internationale Erd-Charta Tag und der erste Geburtstag des Cafés gefeiert.

Zur Eröffnung der Ausstellung sagte die Malerin „Meine Bilder zeigen eine besondere Ansicht der Natur, die ich dem Betrachter eröffnen möchte.“ Über die Entstehung der Bilder berichtete die Künstlerin, dass für sie zu diesem Prozess eine respektvolle und sehr genaue Betrachtung der Natur dazu gehört, die Menschen heute vielfach gar nicht mehr ernsthaft suchen. Ein Anliegen von Uta Wunder ist es durch die Ausstellung an diesem besonderen Ort die Verbundenheit mit der Natur wieder bewusst zu kultivieren. Zur Vernissage spielte der Musiker Carlos Martinez mit einer Flöte. Die Melodie erinnerte an die Stimmen der Vögel, die in den Bildern versteckt in Bäumen und am Himmel fliegend zu sehen sind.

 

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Die Künstlerin Uta Wunder (Bildmitte) mit Kathrin Geissler (links – Vitopia eG) und dem Musiker Carlos Martinez

Die Ausstellung steht auch ganz im Zeichen der Erd-Charta, deren erster internationaler Jahrestag hier mit gefeiert wurde. Bei der Erd-Charta handelt es sich um ein Dokument, in dem Grundlagen zum Schutz der Erde zusammengetragen sind. Die Erd-Charta Initiative macht auf notwendige und wichtige ethische Prinzipien für den Schutz der Natur und die Gemeinschaft der Menschen auf kreative Art und Weise aufmerksam. Die Prinzipien wurden in dem Erd-Charta Dokument in einem langen Prozess durch internationale Gruppen zusammengetragen und im Jahr 2000 feierlich im Friedenspalast in der niederländischen Stadt Den Haag verabschiedet. Aktuell gibt es Erd-Charta Gruppen in über 50 Ländern weltweit, das internationale Koordinationsbüro ist in Costa Rica. Im Jahr 2016 wurde erstmals ein internationaler Jahrestag der Erd-Charta ausgerufen. Naturverbundenheit ist eine wichtige Handlungsmotivation um sich für den Schutz und Erhalt der Umwelt einzusetzen.

Das Café Verde fühlt sich ebenfalls in besonderer Weise der Natur verbunden. Es gibt dort ein ausgewähltes Angebot an regionalen und fair gehandelten Waren. Das Gebäude ist in der Fachwerkbauweise mit den natürlichen Baustoffen Holz, Ziegel und Lehm errichtet. Im Sommer hat das Café geöffnet freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Das Café Verde befindet sich mitten im historischen Herrenkrugpark im Anbau des ehemaligen Gärtnerhauses direkt an der Elbe-Radbrücke und ist mit Straßenbahn und Regionalbahn sehr gut zu erreichen.

Mitmach-Aufruf: Bau einer großen Kräuterschnecke in Sudenburg (Magdeburg) am 1. und 2. April 2016

Das Streuobstwiesenteam der Katholischen Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. und das Netzwerk Forum:Garten Magdeburg laden ein zum

Bau einer großen Kräuterschnecke auf der Streuobstwiese in Magdeburg-Sudenburg, Lutherstrasse 20.

Zeitpunkt:
Freitag, der 01.04.16 um/ab 14:00 und
Samstag, der 02.04.2016 um/ab 10:00 Uhr.

Für Imbiss und Getränke ist gesorgt, einige weitere Spaten und Schaufeln sind noch erwünscht. Wetterfeste Arbeitskleidung ist erforderlich.

Wir freuen uns auf viele Mitwirkende, die sich z. B. Anregungen für den Bau einer Kräuterschnecke im eigenen Garten mitnehmen wollen, das erwachende Frühjahr beim gemeinsamen Tun auf der Streuobstwiese erleben möchten oder sich freuen, mit Freunden und Gleichgesinnten gemeinsam gärtnerisch aktiv zu sein.

Alle sind herzlich willkommen!

Zur konkreten Planung und Vorbereitung benötigen wir eine Voranmeldung bis zum 30.03.2016 unter der Telefonnr. 039292-69459 oder Email s.pummerer@googlemail.com.

Das Streuobstwiesenteam der Katholischen Erwachsenebildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. und Netzwerk Forum:Garten Magdeburg

Peter Joseph Lenné: der Erschaffer des Klosterbergegartens starb vor 150 Jahren

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Artikel in Volksstimme zu Lenné, 23.01.2015

Artikel in Volksstimme zu Lenné, 23.01.2015

„Lebendigkeit in Räumen der Veränderung“ – Malerei und Grafik von Monne Lentz / Wethen

Im Café Verde im Herrenkrug eröffnete die Künstlerin Monne Lentz am 07. November 2015 ihre erste Einzelausstellung. Zu sehen sind ca. 30 abstrakte Ölbilder und Grafiken in unterschiedlichsten Formaten und Maltechniken.

Blaue Bumen an einem Sommertag  Künstlerin: Monne Lentz

Blaue Bumen an einem Sommertag
Künstlerin: Monne Lentz

Zum Titel der Ausstellung verriet die Künstlerin den anwesenden Gästen, das dieser sich sowohl auf die Bilder als auch auf den Ausstellungsort bezieht. Das heutige Cafe befindet sich in einer ehemaligen Gärtnerei an der Elbe und ist so selbst schon ein sehr veränderter Raum. Die Bilder hängen bei dieser Ausstellung also in einem Raum der Veränderung, während sie zeitgleich erahnen lassen, wie sich die Künstlerin Monne Lentz selbst durch die Malerei und die Bilder verändert hat. Die Eröffnung wurde musikalisch begleitet von Carlos Martinez von der Vitopia Gemeinschaft.

Monne Lentz und Carlos Martinez (Musik) bei der Ausstellungseröffnung im Café Verde November 2015

Monne Lentz und Carlos Martinez (Musik) bei der Ausstellungseröffnung im Café Verde

Die Techniken der Kunstwerke von Monne Lentz sind sehr unterschiedich. Manche Bilder sind mit Pinseln gemalt, oft wird die Farbe mit der Hand – ganz direkt und feinfühlig – auf das Bild aufgebracht. Ebenso unterscheidet sich das Material von Bild zu Bild: von Baumwollleinwänden über Holz und Pressspanplatten bis hin zu Pappe ist die Kunst auf vielfältigen Untergründen gestaltet. Für die Künstlerin ist die Materialauswahl absichtlich vielfältig : „Das Material ist Teil des Bildes, das auf ihm entsteht. Das macht mich selbst neugierig auf das, was entsteht. Was meinen Bildern gemeinsam ist, ist ihre Farbenpracht bei gleichzeitiger Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Bildes“. Manches Mal wird eine gerissene Leinwand einfach genäht und die Naht zum unbedingten Teil des Bildes. Andere Bilder entstehen einfach als Skizzen mit Stift und Papier.

Die Bilder können bis Ende Februar zu den regulären Öffnungszeiten des Café Verde besichtigt werden. Anmeldungen von Gruppen sind auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten möglich (Kontakt: Vitopia – 40829329 oder mail@vitopia.de ). Die Werke sind frei verkäuflich, die Ausstellung bleibt bis Ende Februar 2016.

Adresse: Café Verde/ Vitopia eG, Herrenkrug 2, 39114 Magdeburg
Öffnungszeiten: Freitags bis Sonntags von 14 bis 18 Uhr
Anfahrtsbeschreibung: http://www.vitopia.de/anreise.php

Vogelzugführung mit Ernst Paul Dörfler im Herrenkrug

Auch wenn die Wetterlage am Exkursionstag im Oktober 2015 keinen Kranichzug erwarten ließ – es fehlte der Sonnenschein und der warme Aufwind zum Segeln – so begegneten wir auf unserer Zugvogelexkursion doch einige Arten, die auf dem Durchzug waren. Doch zunächst erregte ein Kleiber auf dem Vitopia-Gelände durch seine lauten Rufe unsere Aufmerksamkeit. Er ist ein sesshafter Kandidat und bleibt auch den ganzen Winter über auf dem Gelände. Seine Nahrung findet er in den Baumritzen – oder an der Futterstelle.

Ernst- Paul Dörfler erklärt Wissenswertes über die Vogelwelt auf der Elbe-Radbrücke im Herrenkrug

Ernst Paul Dörfler erklärt Wissenswertes über die Vogelwelt auf der Elbe-Radbrücke im Herrenkrug

Auf der anderen Seite der Elbe trafen wir neben Höckerschwänen und ziehenden Stockenten gleich zwei Besonderheiten: Krickenten und Zwergtaucher. Beide legten hier im Flachwasser eine Rast ein. Die Krickenten – benannt nach dem Krick-Ruf der hübschen Männchen – stehen auf der Liste der bedrohten Vogelarten. Bedroht sind sie durch Entwässerungen und Trockenlegung von Kleingewässern, daneben auch durch Jagd und Bleivergiftung. Gleich daneben tummelten sich die quicklebendigen, pummeligen Zwergtaucher, die immer wieder abtauchten, um nach Nahrung zu suchen. Während bei den Krickenten das Weibchen die Brut und Aufzucht allein übernimmt, teilen sich bei den Zwergtauchern beide Partner die Arbeit. Der älteste Zwergtaucher wurde 17 Jahre alt, die älteste Krickente 27 Jahre. Beide Vogelarten gehören zu den Teilziehern, d. h. sie ziehen bestenfalls bis nach West- oder Südeuropa. Manche bleiben sogar über Winter bei uns. Wir werden sie weiter im Blick behalten.

Das Cafe Verde eröffnet im Herrenkrugpark

Ein besonderes Cafe im Herrenkrugpark in Magdeburg ist jetzt ganz offiziell eröffnet. Besonders ist das Angebot mit weitestgehend biologisch erzeugten, regional produzierten oder fair gehandelten Produkten. Der Bau des Cafes erfolgte mit ökologischen Baumaterialien: Holz, Lehm und Schilf (zur Wäremdämmung). Besonders ist auch das das Cafe von einer Genossenschaft betrieben wird, die junge Menschen gegründet haben. Direkt an der Elbe-Radbrücke, in der alten Gärtnerei des Parks – im Café Verde – stehen jetzt von Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr die Türen offen und laden ein zum Verweilen und Genießen.

Café Verde - Eröffnung

Café Verde – offizielle Eröffnung

Ein Grußwort zur Eröffnung hielt mit über 80 Jahren Jochen Bock, der Sohn eines ehemaligen Gärtners im Herrenkrugpark. Dieser erzählte von seiner Jugend in dem Haus und brachte seiner Freude darüber Ausdruck, das die alte Gärtnerei, die über Jahre leer stand, jetzt wieder zu einem lebendigen Ort geworden ist.

Bis Anfang November 2015 kann während der Öffnungszeiten eine Fotoausstellung von Kathrin Geissler über die verschiedenen Umbauphasen des denkmalgeschützten Gebäudes mit dem Titel „Geschichte begegnet Kultur“ besichtigt werden. Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen und weitere Information sind unter www.vitopia.de zu finden.

Park(ing) Day in Magdeburg

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Umgestaltete Parkplätze mit gemütlichen Sitzgelegenheiten – Otto von Guericke Straße

md- 19.09.2015 – Am letzten Freitag fand zum ersten mal der internationale Park(ing) Day in der Stadt Magdeburg statt. Die Idee dieser internationalen Aktionsform ist es, auf den Grad der Versieglung in Innenstädten und auf den Platzverbrauch für innerstädtischen Parkraum hinzuweisen. Flächen des fließenden und ruhenden Verkehrs (Straßen und Parkplätze) nehmen einen erheblichen Teil der nicht bebauten Flächen in Innerstädten ein.

Um auf diesen Umstand hinzuweisen und darauf, das es vielfältige weitere Gestaltungsmöglichkeiten für innerstädtische Flächen gibt wurden mehrere Parkplätze am Hasselbachplatz zu Grünflächen und Orten der Begegnung umgestaltet. Wer Straßen säht, der wird Verkehr ernten, dieser Satz wird hier erweitert um die Dimension der Parkplätze. Lebenswerte Innenstädte hingegen haben viele weitere Dimensionen als sie möglichst schnell mit dem Auto durchqueren zu können. Diese weiteren Ansprüche und Flächen für andere Verkehrsteilnehmer und andere Nutzungen (z.B. Aufenthaltqualität und Erholungsnutzung) stehen aber scheinbar im Widerstreit mit dem Ziel eines möglichst staufreien (Auto-) Verkehrsflusses. Allerdings hat sich in den letzten dreißig Jahren gezeigt, das kurzfristige Verbesserungen für den Autoverkehr oft sehr zeitnah wieder wertlos sind – durch ein Anstieg der Zahl der Autos in Innenstädten. In großen Städten wie Berlin liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Autos bei 24 Kilometer pro Stunde. Hier kann ein trainierter Radfahrer oder einer mit einem e-bike gut mithalten. Voraussetzung ist natürlich, das die Infrastruktur für Radfahrer entsprechend ausgebaut ist, die Stadt soll von einer auto- hin zu einer menschengerechten Stadt umgestaltet werden. Das sind einige der Forderungen der Beteiligten des Park(ing) Days in Magdeburg. Beiteiligt an den Aktionen waren Bürger Magdeburgs, studentische Gruppen und auch der ADFC.

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Kaffeeklatsch am Hasselbachplatz

Gemütlich und kreativ können Flächen in der Stadt gestaltet werden. Der Stadtraum wird aus einer solchen Perspektive auch nochmal ganz anders erfahrbar. Ein gleichberechtiger Umgang zwischen Fussgängern, Radfahreren und Autofahreren kann auch bei einer Teilnahme am nächsten Park(ing) Day ganz anders erfahren werden. Ein spannender Bericht im lokalen Fernsehn ist in der Sendung Sachsen-Anhalt heute. Links zu weiteren Hintergründen und zur möglichen eigenen Aktivitäten sind für die bundesweiten Aktionen unter: http://www.autofrei.de/ und für den regionalen Bereich unter: https://www.facebook.com/parkingdaymagdeburg zu finden.